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Kirchenrenovierung – Es geht voran (2010)

Presbyter Dr. Günter Hoos berichtet Aktuelles von der Kirchenrenovierung

Auch wenn äußerlich kaum etwas zu bemerken ist: die Renovierung unserer Lachener Kirche macht trotz des strengen Winters gute Fortschritte. Doch bis jetzt war auch jeder Bauabschnitt mit Überraschungen verbunden, was bei einem 250 Jahre alten Gebäude nicht wirklich verwunderlich ist.

Unsere Idee, die Decke wegen der zahlreichen Risse von Grund auf zu erneuern, musste aus Gründen des Denkmalschutzes wieder verworfen werden. Bei den Ausbesserungsarbeiten zeigte sich dann, dass die ca. 220 qm große Fläche enormen Spannungen und Schwankungen ausgesetzt ist und damit Schäden immer wieder auftreten können. Da die Decke an mehreren Punkten am Gebälk des Dachstuhles hängt, haben wir uns auf Anraten eines Sachverständigen dann dazu entschlossen, den Dachstuhl zu „versteifen“. Eine Maßnahme, die sowohl dem Dach als auch der Decke helfen soll, Stürme besser zu überstehen. Damit aber die Rissbildung in der Decke in Zukunft geringer ausfällt, werden zusätzlich mehrere Dehnungsfugen eingesetzt.

Inzwischen wurden an Wänden und Decke erste Farbproben aufgebracht, die sich an der Gestaltung in der Barockzeit orientieren. Da Farbgebung immer eine heikle Angelegenheit ist, die Mut und Fingerspitzengefühl abverlangt, beziehen wir bei der Entscheidung auch gerne den Rat von Experten mit ein.

Entschieden ist inzwischen aber die Gestaltung der Beleuchtung. Es gilt nun endgültig von den raumfüllenden Kronleuchtern Abschied zu nehmen und sich auf klare, wenig auffällige Leuchtkörper einzustellen. Allen, die an der Entscheidung beteiligt waren, ist wohl bewusst, dass sich damit die Wirkung des Kirchenraumes verändern wird, die nun gefundene Lösung soll aber die schönen Proportionen unserer Kirche hervorheben und die klare Ausrichtung auf Altar und Kanzel unterstreichen. Bei den Elektroinstallationen sind die meisten Arbeiten abgeschlossen. Hier musste vieles erneuert werden, was erst bei der letzten Renovierung eingebaut worden war, weil sich die EUBestimmungen erheblich verschärft haben. Vorkehrungen für neue Lautsprecher und einen besseren Empfang für Hörgeräte wurden ebenfalls getroffen.

Mitte März wird der Umbau der Emporen in Angriff genommen. Auch bleibt die historische Substanz weitgehend erhalten, allerdings wird an den Wänden ein Gang eingebaut und die Bänke etwa in der Mitte durchbrochen, sodass man künftig leichter zu den Plätzen gelangen kann. (Derzeit kann man auf den Bankrückseiten die Kritzeleien aus mehreren Jahrhunderten einsehen – bald wird aber alles überstrichen!).

Alle hoffen nun, dass die wesentlichen Innenarbeiten bald zu Ende gehen und wir wieder im Mai Gottesdienst feiern können. Die Außenarbeiten (Trockenlegung der Fundamente, Behinderten gerechter Zugang) werden dann im Sommer folgen. Wie wir erfahren haben, interessieren sich viele für den Baufortschritt. Fragen Sie ruhig – denn es ist unser gemeinsames Projekt. Allen, die schon mit einer Spende die Renovierung unterstützt haben sei herzlich gedankt, alle, die es noch tun wollen, sind herzlich dazu eingeladen.