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Taizéfahrt über Christi Himmelfahrt

Presbyterin Uta von Marées war unterwegs mit Jugendlichen und jung gebliebenen Erwachsenen zur Gemeinschaft von Taizé in Burgund.

Am 13. Mai 2010 nachmittags um 13 Uhr sind wir – katholische und protestantische Jugendliche aus Lache- Speyerdorf und vier Betreuer – in Karlsruhe in einen der “Regenbogenbusse” eingestiegen, die regelmäßig zwischen Taizé und Karlsruhe verkehren. Spät abends sind wir angekommen. Zum Glück gab es nach der Quartieranweisung noch etwas zu essen.

Während die Jugendlichen mit Matthias und Elisabeth Schläfke und Hermann Baßler die Zelte aufbauten, bin ich noch zur Abendandacht gegangen. Der Tag war anstrengend gewesen aufgrund der neuen Eindrücke und der langen Fahrzeit. Die Tage waren straff durchorganisiert.

Zwischen den Gebetszeiten lagen dann die Bibelauslegungen, Vorträge, Diskussionsrunden und Mahlzeiten. Letztere waren mit Schlangestehen verbunden. Die Erwachsenen wie die jungen Leute haben bei allen anfallenden Arbeiten mitgeholfen. Es kam jedenfalls keine Langeweile auf. Die Höhepunkte waren die Kreuzverehrung freitags und am Samstagabend der Lichtergottesdienst. Frère Alois, Nachfolger von Frère Roger Schutz, kam samstags aus München vom Ökumenischen Kirchentag zurück und hat kurz davon berichtet.

Mich hat die Atmosphäre in Taizé berührt, die Ruhe trotz Umtriebigkeit, und die Disziplin der Jugendlichen erstaunt. Außer der Husterei (alle waren erkältet) hörte man nichts in den Augenblicken der Stille, obwohl ungefähr 2000 bis 2500 Menschen in den Abendandachten waren. Taizé war für mich eine bereichernde und interessante Erfahrung. Ich für meinen Teil würde gerne noch einmal dorthin fahren. Der einzige Wermutstropfen war die lausige Kälte. Die einzigen angenehm warmen Aufenthaltsorte waren die Kirche und die Krypta.

Am 16. Mai, nach dem Morgengottesdienst und dem Frühstück fuhren wir nach Deutschland zurück, und ich glaube, einigen wird Taizé neue Erkenntnisse, Einsichten und Erfahrungen geschenkt haben.