Get Adobe Flash player

Arbeitskreis Ukraine/Pfalz

Hoffnung für Osteuropa: Ein Bericht von Presbyterin Ruth Kreiselmaier

Das Wort Hoffnung beeinhaltet Aufbruch, Neues wagen, sich Gedanken machen über ein Miteinander, für gute Zukunft.

HFO-Grau-Klein

Vor fünfzehn Jahren begann der kirchliche Dialog mit der Ukraine, daraus entstand der Arbeitskreis Ukraine-Pfalz mit den drei Schwerpunkten, Kontakte zu ehemaligen Zwangsarbeitern, Einladungen von Germanistik-Studentinnen und -Studenten sowie humanitäre Hilfe. Als Mitarbeiterin des Arbeitskreises hat Frau Hofrichter aus Weilerbach vierzig ehemaligen Zwangsarbeitern dieses Jahr Ostergrüße geschickt. Im Osten ist Ostern ein sehr hoher Feiertag, man grüßt mit den Worten: „Christus ist auferstanden!“ und antwortet: „Er ist wahrhaftig auferstanden!“

Bisher haben etwa fünfundzwanzig Ehemalige die Einladung des Arbeitskreises angenommen und sind nach Deutschland gereist, aber das geht wegen des hohen Alters jetzt nicht mehr. Zum äußeren Zeichen, dass sie nicht vergessen sind, werden den Ehemaligen zum 80. Geburtstag hundert Euro geschickt. Es ergehen noch Einladungen an Betroffene, die zwischen 1942 und 1945 in Deutschland geboren sind.

 

Hilfe wird weiter gebraucht! 


Am 13. April sind die beiden Germanistik-Studentinnen Xenia Melnichuk aus Odessa und Vitaliia Kostyk aus Mukatschewo zu einem Gastsemester an der Universität Landau eingetroffen. Sie werden an dem Gemeindeabend am 1. Juni mitwirken. Frau Inga Tischkova, die im Februar der Gemeinde vorgestellt wurde, grüßt herzlich und freut sich auf das Sommersemester in Landau 2008.

In der Ukraine ist Englisch mehr gefragt als Deutsch, aber es fehlen noch viele Deutschlehrer, und mit wachsenden Beziehungen steigt der Bedarf. Eine ehemalige Gaststudentin aus Odessa ist zurzeit in Worms zu einem Studium der Touristik. Sie sagte, immer mehr Deutsche, Österreicher und Schweizer würden Urlaub in Odessa, auf Jalta und am Schwarzen Meer verbringen. Seit 2005 brauchen Bürger der Bundesrepublik keine Visa mehr, der Reisepass genügt.

Ukraine Burg_MukatschewoIn der Ukraine: Burg Mukatschewo 

Nach wie vor wird auf dem Flugplatz, neben der Autowerkstatt Niederberger, für humanitäre Hilfe gepackt und dazu sind freiwillige Helferinnen und Helfer gesucht: Montags von 13 bis 17 Uhr.

Ende März haben Günter Besau aus Weingarten und mein Mann einen Transport nach Mukatschewo gefahren. Die humanitäre Hilfe wird noch weiter gebraucht, insbesondere von der älteren Generation mit wenig Rente. Ein weiterer Transport mit Krankenhausbetten und Wäsche soll in diesem Jahr noch auf die Räder gebracht werden.

Die Beziehungen bewirken Mut zum Weitermachen, weil die Beteiligten zu Beschenkten werden.